Alle Wasserspiele sind jetzt aufgebaut.
Die Saison 2026 hat begonnen!

Stand: 22. April 2026



Die Schelmenklinge

Lorch im Remstal zwischen Schorndorf und Schwäbisch Gmünd bietet in einem felsenumgebenen Kleinod einen Wanderweg durch die Schelmenklinge. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts zog es die Wanderer in diese urwüchsige Sandsteinschlucht, so dass die Schelmenklinge im Jahr 2025 ihr 140-jähriges Jubiläum feiern kann.


Die Schelmenklinge ist nicht erst in jüngster Zeit ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein.


Im Lauf vieler Jahrzehnte beteiligten sich Lorcher Bürger immer wieder an der Instandhaltung. Findige Bastler stellten irgendwann kleine Wasserspiele (Mai - Oktober) auf. 


Eine Gruppe des Schwäbischen Albvereins setzt seit Jahrzehnten diese alte Tradidion fort und stellt am Bachlauf wasserbetrieben Modelle auf, die Jung und Alt gleichermaßen erfreuen.


  • Geschichte

    Die Stadt Lorch liegt malerisch an einer der engsten Stellen im mittleren Remstal etwa in der Mitte zwischen Stuttgart und Aalen. Erst Rems abwärts weitet sich das Tal und bietet dort vielen Gemeinden Platz und Flächen zum Wohnen, für die Landwirtschaft und die Industrie.


    Dafür war Lorch in der Kutschenreisezeit bis vor etwa 150 Jahren eine wichtige Raststation mit überdurchschnittlich vielen, nämlich 26 Gaststätten. Hier konnten die Reisenden, meist Kaufleute mit ihren Waren, auf ihrer mühsamen, in der Regel mehrtägige Reise von Stuttgart nach Aalen rasten, Pferde wechseln oder übernachten.


    Im Jahr 1861 mit dem Eröffnen der Eisenbahnlinie von Cannstatt nach Aalen verkürzte sich die Reise nach Aalen auf wenige Stunden, eine wichtige Erwerbsquelle entfiel damit für die Bevölkerung. Aber mit der Bahn konnten die Städter einfacher nach Lorch reisen. Somit wandelte sich Lorch zum Luftkurort.


    Lorch bietet eine wunderschöne Landschaft mit sehr vielen, großen und gesunden Wäldern im Umland. Diese sind durchzogen mit von zur Rems strebenden Bächen, die wiederum von kleinen Seitenbächen gespeist werden. Im Verband von Lias-, Keuper- und Stubensandsteinschichten bilden die Bäche gelegentlich tiefe und unzugängliche Klingen und Schluchten.


    Wohl um den neuen Gästen mehr zu bieten, schuf der Verschönerungsverein in dieser Zeit auf Betreiben zweier Lorcher Bürger, dem Fabrikanten Dieterle und dem damaligen Schultheiß Sigel, Wanderwege. So wurde auch 1884 vom Verschönerungsverein beschlossen und im Mai 1885 begonnen, den von den beiden Herren vorgeschlagenen Weg durch die Schelmenklinge zu bauen. Durch diese fließt ein kleiner Bach, gespeist durch Quellen unterhalb Bruck, bis zum Götzenbach.

    Man begann mit dem Bau von Bruck her, um die dortigen imposante Sandsteinfelsen zugänglich zu machen. 1886 wurde der Weg bis ins Götzental weitergeführt. Gleichzeitig wurde beschlossen, eine der Quellen zu fassen und über Rohre zu den Schelmenklingenfelsen zu führen zur Bildung eines Wasserfalls. Damit sollte dieses Ausflugsziel noch attraktiver werden.

    Offensichtlich gab es damals den heutigen Waldweg durchs Götzental noch nicht. Denn im Mai 1888 wurde beschlossen, dass „der Fußweg im Gözental längs des Gözenbachs im Stadtwald über den Staatswald bis zur Einmündung in den Schelmenklingenfußweg weitergeführt werden solle“. Zugleich war ein Steg zwischen Stadt- und Staatswald erforderlich. 1890 wurde dieser Zugang „produzirt“. 1894 wurde beschlossen, den letzten Aufstieg zur Schelmenklinge zu verbessern, denn dieser sei für Damen zu steil.


    Der Weg durch die Schelmenklinge führt damals und auch heute noch größtenteils durch Privatwald und über private Wiesen. Die Besitzer waren immer in die Entscheidungen eingebunden und gaben stets ihr Einverständnis.



  • Wasserspiele

    Unsere Modelle werden im Oktober abgebaut, den Winter über repariert und für die neue Saison hergerichtet. 

    Doch immer wieder fallen im sommerlichen Dauerbetrieb gelegentlich einige Funktionen aus. Wir kontrollieren die Modelle in regelmäßigen Abständen und richten und reparieren sie durch unsere Betreuer kurze Zeit später wieder. 

    Aktuell  sind 31 Modelle in Betrieb.

  • Wasserfall in der Schelmenklinge

    Auf vielen Landkarten ist in der Schelmenklinge ein Wasserfall verzeichnet. Wie kam es dazu?


    In der Schelmenklinge gibt es einige Quellen. Diese wurden für die Wasserversorgung der Stadt Lorch verwendet. 


    Schon 1886 beschloss man, eine der Quellen über Rohre zu den Felsen zu leiten.


    Der Wasserfall wurde zuletzt im Herbst 2022 wieder reparieren und über einen Felsen abgeleitet. 

    Jetzt fließen ständig etwa 30 Liter Wasser je Minute über die Felsen ab.


  • Ruheplätze

    Der gesamte Weg in der Schelmenklinge vom Götzental bis oben hin zur Welzheimer Straße bei Bruck überwindet etwa 150 Höhenmeter. Hat man das Bedürfnis nach einer Ruhepause, so laden drei Sitzgruppe zum Verweilen ein.


    An weiteren Stellen sind Bänke und andere Sitzmöglichkeiten aufgestellt.


  • Parkplätze

    Am besten parken Sie am 

    • Lorcher Bahnhof (QMXX+3G Lorch)
    • Kloster Lorch (Wanderparkplatz oberhalb vom Kloster)
    • Teilort Bruck an der Strasse von Lorch nach Alfdorf (RP83+5X Lorch)
    • Nähe der TSV-Gaststätte „ECHO“ auf dem Weg zum Schulzentrum Schäfersfeld (Im Echo 20, 73547 Lorch)
    • Trimm Dich Pfad Parkplatz am Waldheim (RM5P+JP Lorch)

    Geben Sie einfach den Code in Google Maps ein.

  • Spenden & Unterstützer

    Die Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins e.V. setzt seine Mittel für den Erhalt und die Pflege der Wasserspiele in der Schelmenklinge ein. 

    Sie können uns dabei  unterstützen.

    Das Spendenkonto lautet:

    Schwäbischer Albverein e.V., OG Lorch

    IBAN: DE09 6149 0150 1020 0080 08