Man erreicht die Schelmenklinge nur zu Fuß, von Lorch aus auf verschiedenen Wegen:

Jubiläumsweg Königin Irene
Vom ECHO zur Schelmenklinge
Vom Götzensee zur Schelmenklinge
Vom Waldheim zur Schelmenklinge
Von Bruck zur Schelmenklinge

 

Jubiläumsweg Königin Irene
Der schönste Weg ist der von der Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins geschaffene Rundweg „Jubiläumsweg Königin Irene“, der durch die Schelmenklinge führt. Die Wanderung beginnt am Bahnhof, wo sich auch der kostenlose große Park&Ride-Parkplatz befindet.

Die Irene von Byzanz, Herzogin von Schwaben und später deutsche Königin wurde vermutlich 1178 in Konstantinopel als Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II Angelos geboren. Irene wurde aus politischen Gründen 1193 mit Roger III von Sizilien verheiratet, dem Herzog von Apulien, um den byzantinischen Einfluss auf Sizilien zu sichern. Nach dem Tode von Roger, vermutlich durch die Staufer verursacht, kam Irene als Gefangene in die Gegend von Augsburg.
Dort heiratete sie 1197 Philipp, Herzog von Schwaben, dem Bruder des Staufen-Kaisers Heinrich VI, also einen Sohn Barbarossas. Philipp wurde 1198 zum König ausgerufen, die Residenz der Familie war Schweinshausen bei Biberach.
Als Irenes Gemahl Philipp am 21. 6. 1208 in Bamberg von seinem Widersacher Otto von Wittelsbach ermordet wurde, war Irene mit ihrem 7. Kind schwanger. Sie floh daraufhin hochschwanger in die Burg Hohenstaufen, wo sie dann am 27.8.1208 im Kindsbett starb. Sie wurde im Kloster Lorch bestattet, der Grablege der Staufer. Sie war damit die ranghöchste Angehörige der Staufer, die hier ihre letzte Ruhe gefunden hat.

Irene war als Königin beliebt und geachtet an Deutschlands Höfen, denn Walther von der Vogelheide besang sie als „Rose ohne Dorn, Taube ohne Galle“.

Dies veranlasste die Ortsgruppe Lorch 2008, den Jubiläumsweg Königin Irene an ihrem 800sten Todestag zu schaffen und den Wanderweg mit Tafeln zu markieren, die eine rote Rose ohne Dornen tragen.

Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt ist der Bahnhof Lorch bzw. für Autofahrer der dortige Park & Ride Platz. Sie können dort den ganzen Tag kostenlos parken.

Von vor dem Bahnhof aus wandern Sie nach links Richtung Westen, oberhalb der Betonmauer und hinter dem ehemaligen Gasthaus Zur Harmonie vorbei bis zur Unterführung an der katholischen Kirche. Autofahrer oder aus Gmünd kommende Bahnreisende begeben sich vom Parkplatz aus Richtung Westen direkt bis zur Unterführung.
Folgen Sie dem Jubiläumswegzeichen mit der roten Rose, ebenso dem braunen Wegeschild mit der Aufschrift „Schelmenkllnge“. Durch die Unterführung unter der Bahnlinie und der Wilhelmstraße hindurch, dann nach der Treppe verläuft der Weg bis kurz vor eine Baustelle, dann etwa 10 Meter rechts und gleich wieder links durch eine gut beschilderte, enge Gasse. Auf dem schmalen Pfad, teilweise am Götzenbach entlang, gehen Sie bis zu der befahrbaren Götzentalstraße. Diese wandern Sie geradeaus in den Wald hinein.

Auf einem schönen Forstweg gehen Sie an den beiden Götzenseen vorbei. Beachten Sie die zur Mahnung auf den bevorstehenden Klimawandel aufgestellten, hölzernen Pinguine auf einer kleinen Insel im ersten See. Weiter geht es bis zum Eingang der romantischen und zu jeder Jahreszeit sehenswerten Schelmenklinge. Folgen Sie dem nach rechts weisenden Schelmenklingenschild und wandern gemächlich und beschaulich durch diese mit viel Liebe und Fleiß hergerichtete Klinge. Hier stehen von Anfang Mai bis Ende Oktober die von Mitarbeitern des Lorcher Albvereins aufgebauten Wasserspiele. Durch die Schelmenklinge führt auch der Hauptwanderweg HW3 des Albvereins.
Im zweiten, oberen Wegabschnitt der Schelmenklinge führt der Weg steil bergan. Dieser Abschnitt ist dadurch nicht für Kinderwagen geeignet. Fahrräder sind auf dem Fußweg im Bereich der Schelmenklinge sowieso verboten, denn der Weg ist dafür viel zu schmal.

Oben am Berg angekommen, befindet sich am Waldrand eine Sitzgruppe, an der man sich vom Anstieg erholen kann. Sie wurde vom Seniorchef Christian Kolb vom Lorcher Busunternehmen Remstalreisen gestiftet. Der Albverein ergänzte sie durch ein stabiles Schutzdach. Nach einer Rast wandern Sie bis fast an die Landstraße L 1154 von Lorch nach Alfdorf und dann nach dem kleinen Parkplatz nach rechts. Dabei verlassen Sie den HW3 und folgen dem asphaltierten Sträßchen in südlicher Richtung zum Wald. Gleich an den ersten Bäumen auf der rechten Seite zeigt ein Wegweiser zu den Mammutbäumen und zum Kloster Lorch. Vorbei an dem kurzen Waldstück auf der rechten Seite und durch landwirtschaftliche Fluren mit herrlicher Aussicht nach Alfdorf, zur Waldau und zur Schwäbischen Alb, wandern Sie in den Wald hinein zu den Mammutbäumen, die im Jahre 1865 gepflanzt wurden. Heute sind die Wellingtonien schon 43 m hoch.

Kurz danach fällt der Weg steil bergab. An der Kreuzung der mit Splitt belegten Forstwege gehen Sie halblinks geradeaus weiter bis zur Landstraße L 1154. Überqueren Sie diese und gehen nun auf dem Fußweg Richtung Kloster zum Limesknie, das sich an einem nachgebildeten, römischen Wachtturm befindet. Wenn Sie genügend Zeit haben, machen Sie einen lohnenden Abstecher zum Kloster Lorch. Einst Grablege der Staufer, dann Benediktinerkloster, heute im Abtsgebäude Alten- und Pflegeheim. Ein sehenswertes Rundbild zeigt eindrücklich die gesamte Geschichte der Staufer, deren Ursprung sich ja in der Umgebung von Lorch befindet.

Zurück auf dem Jubiläumsweg verlassen Sie den Klosterberg bzw. Liebfrauenberg und folgen dem Weg bis zur Fußgängerampel. Überqueren Sie die Straße an dieser in Richtung Westen und gehen durch die Unterführung zum Park & Ride Platz oder zum Bahnhof Lorch zurück.
Weglänge: 6 Kilometer
Gehzeit: 2 Stunden
Höhenunterschied: 170 Meter

Dieser Jubiläumswanderweg ist ein geschichtlich sehr interessanter und lehrreicher Wanderweg. Sie können ihn auch zusammen mit einem Lorcher Gäste- und Wanderführer begehen.
Anmeldung dazu im Touristikbüro Kloster Lorch, Telefon: (07172) 92 84 97 oder per eMail: touristikbuero-kloster-lorch@abg-online.de

 

 

Vom Götzensee zur Schelmenklinge
Von der Wilhelmstraße, die an der Bahnlinie entlang führt, biegt man mit dem PkW rechtwinklig ab in die Götzentalstraße und fährt diese bis an den Waldrand. Kurz vor dem Götzensee ist ein kleiner Parkplatz, der weiterführende Waldweg führt wie oben beschrieben in etwa 10 Minuten zur Schelmenklinge. Zurück auf dem selben Weg.

 

 

Vom ECHO zur Schelmenklinge
Eine weitere Parkmöglichkeit mit kurzweiligem Wanderweg ist in der Nähe der TSV-Gaststätte „ECHO“ auf dem Weg zum Schulzentrum Schäfersfeld. Dazu fährt man Richtung Kloster, biegt aber vorher links ab bis kurz nach einer engen Linkskurve mit anschließender Rechtskurve im Wald. Links neben der Strasse ist ein gekennzeichneten Parkplatz. Daneben befindet sich ein Rasenplatz mit einer frei zugänglichen Grillstelle. Der Weg zur Schelmenklinge ist gut ausgeschildert, führt fast durchweg durch Wald und ist mit geringen Steigungen bis zum Eingang der Schelmenklinge gut für Kinderwagen geeignet. Zurück den selben Weg oder steil bergan (ohne Kinderwagen) dem Jubiläumsweg folgen. An der Wegekreuzung nach den Wellingtonien aber rechts, dann wieder zwei mal links abbiegen, so kommt man direkt zum Parkplatz.

 

 

Vom Waldheim zur Schelmenklinge
Eine weitere Parkmöglichkeit ist am Trimm-Dich-Pfad in der Nähe des evangelischen Waldheims, der aber in der Regel gut besucht ist. Im Wald geht man hinter dem Sportplatz nach rechts und erreicht auf breitem Waldweg und sanftem Gefälle die Götzenseen. Nach links auf dem Götzentalweg weiterwandern bis zum Eingang zur Schelmenklinge. Zurück auf dem selben Weg oder das Götzental vor bis zum ersten Haus, danach vor den ersten Wohnhäusern rechts hoch zum Evangelischen Waldheim und zum Parkplatz. Viele Waldwege bieten einen weiteren Rückweg: Vom Eingang der Schelmenklinge etwa 20 m weiter ins Götzental, nach links den Götzenbach überqueren, dann nochmals links bergauf und auf dem Trimm-Dich-Pfad zurück zum Waldheim und zum Parkplatz.

Am Waldheim befindet sich ein privater Grillplatz der evangelischen Kirchengemeinde, den Gruppen anmieten können, zu dem man sich aber vorher telefonisch anmelden muss. (ausschließlich 07172/914204; Mo., Di. u. Do 8.15 – 11.45 und Mi. u. Fr. 10.30 – 11.45 Uhr). Dann stehen möglicherweise ein Kiosk und WC’s zur Verfügung. Näheres bei
http://www.waldheim-lorch.de/haus/haus.htm

 

Von Bruck zur Schelmenklinge
Ein relativ kurzer Weg führt vom Teilort Bruck an der Strasse von Lorch nach Alfdorf und Welzheim von oben her in die Schelmenklinge, ist aber steil und nicht für Kinderwagen geeignet. Ein kleines, buntes Windrad zeigt den Einstieg an. Der Bauhof der Stadt Lorch hat im Frühjahr 2011 an dieser Stelle einen kleinen Parkplatz errichtet. Busreisende benützen gerne diese Alternative, aber der steile Weg erfordert gutes Schuhwerk.

Auch von Pfahlbronn bzw. Alfdorf kann man die Schelmenklinge erreichen. Der von der Gemeinde Alfdorf ausgewiesene Rundwanderweg Nr. 4 führt in und durch die Schelmenklinge.
Zuletzt sei nochmals erwähnt, dass der Hauptwanderweg Nr. 3 des Schwäbischen Albvereins auf dem Weg von Welzheim nach Lorch durch die Schelmenklinge führt.

Ein Besuch des Kloster Lorch mit einer Führung und der Besichtigung des Rundbildes mit der Geschichte der Staufer und/oder ein Besuch der Stauferfalknerei am Kloster lohnt sich immer.

Wanderwege zur Schelmenklinge
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